Projekt

Unsere Stadt lebt! Wir, die Bewohnenden, wollen mit Rast unsere Möglichkeiten wahrnehmen und den urbanen Prozess des steten Wandels mitgestalten. Bern soll ein Ort der Vielfältigkeit sein. Rast treibt dies voran: Wir verstehen uns als nomadische Kulturplattform, die ungenutzte Räume erschliesst und so Bewegung und Austausch fördert. Das Nomadentum dient uns nicht nur als Metapher, es ist vielmehr ein Konzept, mit dem wir uns der aktuellen Kulturpolitik gegenüberstellen.

Rast ist ein Kit, ein Baukasten, ein Experiment. Jedem Raum eine eigene Strategie. Rast lässt sich auf Umgebung und Ideen ein, Rast veranstaltet oder stellt aus, Rast collagiert und konstruiert – immer wieder aufs Neue. Rastlos im Realen, im Virtuellen dafür hat Rast ein festes Heim.

Hintergrund

Gerade in unsicheren und wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden Kulturinstitutionen reduziert und verdrängt, müssen gewinnbringenderen Konzepten weichen. Die Stadt-Entwicklung tut sich schwer mit der Förderung von Raum für Kulturschaffende. Im Zuge der Gentrifizierung gibt es zwar Platz für renommierte Häuser, wie ein Stadttheater oder Kunstmessen, freies Schaffen wird hingegen oftmals abgedrängt und erschwert, Subventionen gestrichen. In Bern spricht man bereits länger von “Klubsterben” und toten Freiräumen. Nun ist es aber nicht grundsätzlich nur ein Platzproblem. Leer stehende Räume gäbe es oftmals genug. Die Bedingungen zur Zwischennutzung sind aber schwierig. Einerseits vom bürokratischen Aufwand her, andererseits logisitkhalber.

Will eine Kulturplattform zugänglich und nachhaltig sein, muss sie auf genügend Ressourcen zugreifen können. Es ist meist ein organisatorisches und finanzielles Kräftemessen, zwischen Veranstalter, Künstler, Behörden und Investoren bis die nötige Infrastruktur bewilligt und  zusammengetragen ist.

Um den umständlichen Tendenzen entgegen zu halten, wurde Rast ins Leben gerufen.

Das Ziel von Rast

Unsere Stadt soll ein kollektiv genutzter und gestalteter Raum sein. Rast will in Zusammenarbeit mit den Stadtbewohnern Freiräume für den Austausch und die Begegnung schaffen.